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Wiedereröffnung nach Techniksanierung
In zwei Bauabschnitten soll die Renovierung des Waldschwimmbades in Oberscheld erfolgen. Wesentliche Schritte des ersten Bauabschnitts waren die komplette Techniksanierung sowie die Neugestaltung des Kinderplanschbeckens als Erlebnisanlage. Im Vordergrund für die Neugestaltung standen ökologische Gesichtspunkte. So vermeidet ein Schwallwasserbehälter, mit 50.000 Liter Fassungsvermögen, den Verlust von überlaufendem Wasser. Mit der Solaranlage zur Beheizung des Wassers kommt eine umweltfreundliche Technik zum Einsatz, die zudem voraussichtlich bis zu 20.000 Euro an Stromkosten spart. Für den zweiten Bauabschnitt, der in einigen Jahren folgen soll, sind die Erneuerung des Schwimmbeckens als Edelstahl-Wanne und der Sprunganlage vorgesehen.
Nach Auskunft des Leiters der Service-Betriebe der Stadt Dillenburg, Karl-Werner Karp, wurden bisher rund 550.000 Euro in die Erneuerung des Schwimmbades gesteckt. Nachdem die Politiker die Bereitstellung der Mittel beschlossen hatten, konnten Planer, Baufirmen und Förderverein beginnen. Im Dezember 2006 startete der Förderverein mit seinen Baumaßnahmen.
In kleinem Kreis wurde am 25. Juni die Fertigstellung des Bauabschnitts gefeiert. Eingeladen waren Politiker, Handwerker, Sponsoren und die vielen Helfer des Fördervereins. Bürgermeister Michael Lotz lobte „Es ist wirklich bewundernswert, was die Oberschelder geleistet haben.“ Franz Kern, Vorsitzender des Fördervereins, legte beeindruckende Zahlen vor. 56 ehrenamtliche Helfer haben an der Renovierung mitgewirkt und an 24 Samstagen sowie 83 Werktagen Arbeitseinsätze erbracht. Der älteste Teilnehmer war Karl Jäger mit 82 Jahren. Fabian Kessler, Torben Nachtigall und Tobias Rausch waren mit 16 bzw. 17 Jahren die jüngsten, ständigen Mitarbeiter. Mit Christopher Menz konnte selbst ein 10-jähriger als Helfer notiert werden. Nur durch diese Einsätze war es möglich, das Schwimmbad bereits jetzt wieder zu eröffnen. Insgesamt konnten über 4.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden verbucht werden. Dies hat rund 120.000 Euro an Kosten eingespart. Zusätzlich konnten mehrere Sponsoren gewonnen werden.
Unterstützt haben den Förderverein: Ax Holzbau (Dillenburg), Balzer & Nassauer OHG (Herborn), Bergbauverein (Oberscheld), Herhof Basalt und Diabaswerk GmbH (Oberscheld), Ernst Hotzel (Oberscheld), Heinrich Lauber GmbH & Co. KG (Dillenburg), H. u. E. Rink (Herbornseelbach), Schelder Holzbau Thielmann GmbH (Oberscheld), ThyssenKrupp Nirosta GmbH (Krefeld) sowie Helmut Vogler (Oberscheld). Planer Rüdiger Feuerstake verwies in seinem Baubericht auf die Vorteile der neuen Technik für Wassertemperatur und Chlormenge. Dank der um 500 Quadratmeter erweiterten Dachfläche konnte auch die Solarabsorberanlage vergrößert werden. Vier Kilometer Rohrleitungen des Absorbers wurden verlegt. „Das Wasser wird immer vier bis sechs Grad über der Lufttemperatur liegen“, so der Planer. Dies bedeutet Wassertemperaturen von „locker“ 27 Grad im Sommer. Und Dank der neuen Filtertechnik, die viermal soviel Wasser umwälzt wie die alte Anlage, lies sich auch der Chlorgehalt im Wasser weiter verringern.
Die Feierstunde wurde vom Tambourcorps „Glück Auf“ Oberscheld musikalisch umrahmt. Anschließend lud die Stadt zu einem Imbiss ein, den das Aquarena-Team unter der Leitung von Elisabeth Dunne zubereitet hatte. So gestärkt, konnten weitere Pläne zur Steigerung der Attraktivität des Bades geschmiedet werden.
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