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Erster Bauabschnitt zur Sanierung vom Stadtparlament beschlossen
Seit Jahren ist die Sanierung des Waldschwimmbades in Oberscheld ein Thema. Selbst die Schließung stand wie ein Damoklesschwert über dem Bad. Jetzt ist die Lösung gefunden. Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht gegeben hatte, stimmte die Stadtverordnetenversammlung am 23.11.06 dem ersten Teil des mehrstufigen Sanierungsplans zu. Die Senkung der Strom- und Wasserkosten und die Renovierung der veralteten Technik sind Ziele des ersten Bauabschnitts im Oberschelder Waldschwimmbad. Für 2012 bzw. 2013 ist die zweite Stufe vorgesehen, dann soll die Erneuerung des Schwimmbeckens erfolgen.
Auf über 10.000 € belaufen sich zurzeit die jährlichen Stromkosten. Hier soll die vorhandene, rund 25 Jahre alte Luftwärmepumpe, durch eine Solarabsorberanlage ersetzt werden. Damit lassen sich die Stromkosten fast vollständig einsparen. Für die Solarabsorberanlage fallen 70.800 € Anschaffungskosten an, von denen das Land Hessen 30 % übernimmt. Mit der Solarabsorberanlage lassen sich gute Werte für die Beheizung des Schwimmbades erreichen. Im Hochsommer wären sogar bis 27 Grad Wassertemperatur möglich.
Als zweiter wichtiger Kostensenkungspunkt soll ein Schwallwasserbehälter gebaut werden. Bisher ist das überlaufende Wasser für das Bad verloren, es muss durch Frischwasser ersetzt werden. Allein dafür fallen rund 5.000 € Wasserkosten im Jahr an, die durch das Auffangen und den Einsatz einer Filteranlage wegfallen.
Freuen können sich auch die Kleinkinder und ihre Eltern. Da das bisherige Planschbecken nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften zur Wasserqualität entspricht, drohte hier die Schließung. Deswegen ist dafür ein vollständiger Neubau vorgesehen, der mit ca. 78.000 € zu Buche schlägt. Der Standort des Planschbeckens wird dabei verlegt werden und zwischen dem vorhandenen Gebäude und dem Schwimmbecken liegen.
Ebenfalls dem ersten Bauabschnitt zugeordnet sind eine komplette Erneuerung der Verrohrung und der Warmwasserbereitung für das Umkleidegebäude. Im Gebäude selbst sind weitere Baumaßnahmen durch den Förderverein geplant.
Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt veranschlagte das Ingenieurbüro Feuerstake auf 531.800 €. Zieht man die Zuschüsse des Landes Hessen und die Eigenleistungen des Fördervereins ab, verbleiben für die Stadt Gesamtkosten in Höhe von 437.300 €.
Zur Deckung des Finanzbedarfs sind folgende Maßnahmen geplant: Die Servicebetriebe GmbH will das Eigenkapital aufstocken. Ebenfalls eingebracht werden die erwirtschafteten Gewinne der Servicebetriebe GmbH und den Leistungen des Fördervereins. Mit einem Kredit über rund 250.000 € soll der restliche Finanzbedarf gedeckt werden, dessen rasche, frühzeitige Tilgung angestrebt ist. Damit soll der Zinsaufwand minimiert werden.
In einem zweiten Bauabschnitt, vorgesehen für 2012/13, wäre dann das Schwimmbecken zu erneuern. Dafür soll ein Edelstahlbecken zum Einsatz kommen, für das der Förderverein einen Sponsor suchen will. Gelingt dies, wären die Sanierungskosten wesentlich niedriger. Nach Schätzungen des Ingenieurbüros betragen die Kosten für die Renovierung des Waldschwimmbades insgesamt 1,2 Millionen €.
Ohne den Einsatz des Fördervereins, aber auch nur durch das gemeinsame Agieren von Stadt, Servicebetrieben und Förderverein wurde dieser Schritt möglich. Jetzt sucht der Förderverein aktive Helfer aus Verein und Bevölkerung, um möglichst viel Kosten einzusparen und das Schwimmbad termingerecht im nächsten Jahr zu eröffnen. Damit soll auch die Kreditlast weiter gesenkt werden. Weitere Informationen hierzu erfolgen in Kürze in den Tageszeitungen und im Dillenburger Wochenblatt, aber auch auf der Internetseite des Fördervereins.
Generell werden für die anfallenden Arbeiten Helfer gesucht. Angesprochen sind sowohl Mitglieder des Vereins bzw. der Arbeitskreise, wie auch Nicht-Mitglieder. Ein erster Arbeitseinsatz soll einen neuen Zugang zum Technikbereich ermöglichen, damit die weiteren Arbeiten zügig vorgenommen werden können. Hierzu sind Sträucher und Tannen zu entfernen, der Zaun zu öffnen sowie die Stützen zu entfernen. Der Aktionstag findet am Samstag, dem 2. Dezember ab 9 Uhr statt. Dazu werden kurzfristig Helfer gesucht. Wenn möglich, sollen die Freiwilligen bitte auch Arbeitsgeräte, wie z.B. Astscheren, Seitenschneider, Keilhacken o.ä., mitbringen. Ansprechpartner ist Franz Kern, Tel. 02771/21580.
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